„Nach schönen Tagen gilt es nicht zu weinen, dass diese vorüber sind, es gilt zu lächeln, dass wir diese erleben durften“

Ich bin dann mal weg

Anfangs 2009, vor einem zweiwöchigen Klinikaufenthalt, wurde mir von den Arbeitskollegen das Hörbuch „Ich bin dann mal weg“, von Hape Kerkeling, überreicht. Obschon ich bereits das gleichnamige Buch des bekannten Komikers aus Deutschland gelesen hatte, faszinierte mich die sonore Stimme von Hape ab dem ersten Moment. Im Verlaufe des Zuhörens setzte sich in meinem Kopf ein Gedanke fest, welcher mich in der Folge nicht mehr loslassen sollte. Ich wollte ebenfalls auf den Spuren von Jakobus wandeln und seine Grabstädte in Santiago de Compostela besuchen.

Als sich Regi, meine Frau, sehr schnell vom „Virus Jakobsweg“ anstecken liess, begannen wir umgehend mit der Detailplanung und den Vorbereitungen. Entsprechende Literatur kaufen und lesen, Informationen bezüglich Ausrüstung einholen, gute Wanderschuhe anpassen und nicht zu vergessen, regelmässiges Wandertraining.

Bis am 11. Juli 2009 wussten wir nicht genau, ob meine Gesundheit den Start in dieses Abenteuer wirklich zulässt. Doch an diesem Tag, genau um 12 Uhr, standen wir mit geschulterten Rucksäcken, bepackt mit allem Notwendigen für 6 Wochen Pilgerschaft, vor dem Altar der Stadtkirche Lenzburg. Mit der Entgegennahme des Pilgersegens, welcher uns durch die Stadtpfarrerin überreicht wurde, begann unser Abenteur gleich mit einem eindrücklichen Erlebnis.

Richtung Santiago de Compostela

Nach der Anreise mit dem Zug bis St-Jean-Pied-de-Port folgten 34 unvergessliche Tage der Pilgerschaft. Über 200 Stunden waren wir zu Fuss unterwegs, 800 Kilometer folgten wir den Pfaden, welche schon Tausende vor uns gegangen waren. Verraten möchte ich an dieser Stelle eigentlich nur noch eines auch wenn dieses klicheehaft tönen mag: „Für jeden, welchen den Weg offen und ohne zu grosse Erwartungen beschreitet, hält dieser spezielle Botschaften bereit“.

Wer mehr darüber erfahren möchte, dem geben Regi und ich gerne persönlich Auskunft.

Unter „Bilder Jakobsweg 2009“ finden Sie zudem Eindrücke von der wunderbaren Landschaft und vom Weg quer durch den Norden Spaniens.

Lesen Sie mehr über unsere Reise in meinem Buch „25 Jahre unterwegs mit Bruder Krebs – oder die etwas andere Geschichte vom Jakobsweg